Akzeptiere den Schlag
Sunday, March 09th, 2008 | Author: Jan Lachnit

Das Bild stammt von agelakis
Hallo erstmal zusammen. Vielleicht erinnert ihr euch, einst habe ich versprochen wöchentlich neue Posts zu schreiben. Nun ja, irgendwie funktioniert das momentan nicht. Vielleicht liegt es an der vorlesungsfreien Zeit, an den anderen Projekten, an denen ich arbeite, oder einfach daran, dass ich nicht alleine in Magdeburg sitze, sondern zusammen mit Luisa bin. Also bitte nicht böse sein, man tut eben was man kann.
Letztes Wochenende waren Luisa und ich auf einem Aikido “Stock und Schwert”-Lehrgang in Oberhausen. In zwei dreistündigen Trainingseinheiten erklärten uns Meister Asai und Meister Fujimoto die Grundlagen des Schwert- und Stockkampfes im Aikido (Aikiken und Aikijo). Während Asai Sensei, der Vorsitzende unseres Aikido Verbandes (Aikikai Deutschland), mit uns die für Aikikai typischen Bewegungen des Aikijo übte, zeigte uns Fujimoto Sensei seinen Aikiken-Stil, der mehr am traditionellen Kendo orientiert ist. Bei ihm sollten wir auch kräftig zuschlagen lernen. Nach den grundlegenden Bewegungen übten wir in Paaren richtig zu schlagen und zu parieren. Luisa und ich trainierten zusammen. Wir griffen uns abwechselnd mit Kampfschrei (Kiai) an, wehrten den Schlag ab, und führten aus der Verteidigung einen eigenen Schlag (Shomen Uchi) aus, den wir kurz vor dem Kopf des Partners stoppten (meistens
).
Obwohl man beim Training weiß, wie der Schlag kommen wird und wie man sich bewegen muss, steht man trotzdem unter Anspannung. Man verkrampft sich unweigerlich, die Bewegungen werden hastig und unsauber. Ein Holzschwert (Bokken) ist eine tödliche Waffe. Das erkannte schon Musashi, Japans größter Schwertmeister, und seinen berühmtesten Kampf focht er mit einem selbstgeschnitzten Bokken.
Nachdem wir eine Weile so trainiert hatten, stoppte uns Fujimoto Sensei, um uns noch ein paar Hinweise zu geben. Er sagte uns, wir müssten den kommenden Schlag aufnehmen. Wir sollten uns dagegen nicht wehren, sondern ihn akzeptieren. Dieser kleine Hinweis führte bei mir zu einer spürbaren Veränderung. Konzentrierte ich mich darauf, den Schlag von Luisa zu akzeptieren, konnte ich ihm viel entspannter entgegentreten und die Techniken fühlten sich natürlicher an. Ich wehrte mich jetzt nicht mehr innerlich gegen den kommenden Schlag, versuchte ihn nicht ungeschehen zu machen, oder fürchtete mich gar vor dem Auftreffen des Bokken. Dadurch, dass ich den Schlag akzeptierte, konnte ich mich freier bewegen und darauf konzentrieren, wie ich reagieren würde.
Ich glaube, hinter Meister Fujimotos Hinweis versteckt sich eine Lebensweisheit. Wenn uns etwas Unangenehmes passiert ist oder unausweichlich bevor steht, wehren wir uns innerlich dagegen. Das hindert uns daran, angemessen zu reagieren. Man sitzt da und fragt sich, warum das gerade jetzt passieren musste, oder fragt sich, womit man das verdient habe. Mutlos gibt man auf und sieht sich als hilfloses Opfer. Akzeptiert man es stattdessen, löst es diese negativen Gedanken und man kann den Geschehnissen aktiv entgegentreten. Es ist als ob man die Augen öffnet, statt sie in Unwillen vor der Realität zu verschließen. Passieren wird es so oder so, aber mit geöffneten Augen sieht man oft Auswege, die man sonst erst im Nachhinein erkennt.

Monday, 10. March 2008
also das mit den geöffneten Augen, is halt leider ned immer so einfach…
und du warst in Oberhausen und hast nix gesagt… dat gibt am Samstach aber sowat von Haue… -.-
Monday, 10. March 2008
Das ist wohl war. Man merkt das auch selten bei sich selber, sondern fast immer nur bei anderen….
aber was machst du da überhaupt? Studierst da doch nicht, oder?
Und in Oberhausen hatten wir kaum Zeit
Monday, 10. March 2008
hachja bei anderen… davon kannsch au nen Lied singen aber dat mach ich vllt ma im Xthal und auch erst nach minimum 10 Bier und nein ich bin nich in Oberhausen sondern in Bochum und dat is keine halbe Stunde wech… -.-
desweiteren hab ich mich schon fürchterlich gerächt und deine Nummer dem Pascal gegeben und werde dies auch noch beim Maddin tun