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Vorratsdatenspeicherung und nun?

Sunday, November 11th, 2007 | Author: Jan Lachnit

Keine Panik

Tja, nun ist es geschehen. Es ist beschlossene Sache. Verdachtlose Vorratsdatenspeicherung für alle! Jippie! :D
Letzten Dienstag war ich noch bei Kälte und Regen am Protestieren und schon ein paar Tage später beschließen SPD, CDU und CSU quasi im Alleingang entgegen aller Warnungen, Bedenken und …nunja Proteste eben, dass wir in Deutschland noch nicht sicher genug leben und opfern ein weiteres Stück unserer Freiheit zum Wohl aller.
Halleluja!
Aber niemand scheint darüber glücklich zu sein. Dabei ist es doch glasklar (so wie in gläserner Bürger haha!): Einigkeit und Recht und Freiheit. Wir sind uns doch alle einig, dass der globale Terrorismus bekämpft werden muss. Oder Nicht? (Hah! Der da drüben hat gezwinkert, schnappt ihn, der gehört zu denen!) Rechte haben wir sowieso genug und Freiheit kommt eben erst an dritter Stelle. Schade Marmelade. Also hören wir auf zu meckern und zu klagen, sondern üben wir es zu ertragen. So wie Andrej Holm, an dem das BKA schon mal üben durfte, wie es ist, unschuldige Bürger zu überwachen.

Mit Freundlichen Grüßen,
Genosse Lachnit

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64bit: Krieg der Betriebssysteme

Monday, November 05th, 2007 | Author: Jan Lachnit

Wird sich Linux behaupten können?

Ein großer Kampf steht uns bevor, meine Brüder und Schwestern. Ein Kampf der alles verändern wird, dessen Ausgang entscheidet, welches Betriebssystem die 64bit Ära beherrschen wird. Die Weisen sagen, dass 2008 der Umstieg von 32bit auf 64bit Prozessoren auch bei billigen Rechnern geschehen wird und dass nur das Betriebssystem bestehen kann, das darauf vorbereitet ist. Beim letzten Sprung (von 16 auf 32bit) wurde das führende Betriebssystem DOS durch Windows 3.0 abgelöst, obwohl 3.0 alles andere als ausgereift war. Was wird dieses mal geschehen? Mit 64bit Architektur und Betriebssystem ist die Verwendung von mehr als 4Gb Arbeitsspeicher möglich. Das wird schon bald Standard sein und dadurch den Betriebssystem-Wechsel erzwingen.

Also werfen wir einen kleinen Blick auf die möglichen Kandidaten:

Vista-64… hat das irgendwer grad installiert? Niemand? Wieso?… Achso, es gibt kaum 64bit Treiber und auch praktisch keine Software, die für 64bit geschrieben wurde… tja was soll man dazu sagen?

MacOS X unterstützt 64bit Prozessoren schon ganz gut, ist aber nicht für PCs optimiert. MacOS X läuft am besten auf “Mac-Hardware”. Die Qualität lässt sich gerade nur dadurch so hoch halten, dass Apple bestimmt, was in den Kisten ist und was darauf läuft. Es ist also fraglich, ob Apple überhaupt Interesse daran hat, den PC Markt zu übernehmen oder ob sie lieber weiter ihrem äußerst erfolgreichen Konzept treu bleiben.

Was bleibt übrig? Linux. Ja, Linux unterstützt 64bit Architekturen schon eine Weile. Außerdem dominiert Linux sowieso schon den Server-Bereich. Es gibt genug funktionierende Treiber und Software, an sich wäre Linux für die Übernahme bereit. Wären da nicht einige allgemeine Linux-Probleme:

  1. Linux ist von Geeks für Geeks: Usern, die keine Lust haben, sich auch ein bisschen mit dem eigenen Computer auseinander zu setzen, erscheint Linux oft zu kompliziert und unpraktisch.
  2. Das Critical-Mass Dilemma: Ein einfaches Beispiel sind PC-Spiele. Sie werden für Windows geschrieben, weil die meisten Spieler Windows benutzen. Die benutzen deshalb kein Linux, weil - Oh Wunder! - die meisten Spiele nicht nativ darauf laufen. Es gibt Dutzende solcher Teufelskreise, die Linux am Durchbruch hindern.
  3. Multimedia Unterstützung: Leider sind die gängigen Multimedia Formate wie MP3 lizensiert und können deshalb nicht ohne Lizenzgebühr mitgeliefert werden. Wenn man weiß wie kann man sie aber normalerweise schnell und einfach umsonst nachinstallieren.

Windows, MacOS X und Linux werden es wahrscheinlich unter sich entscheiden, aber ich behaupte man kann trotz allem noch nicht sagen, wer als Sieger hervor geht. Persönlich hoffe ich natürlich auf Linux, doch kann Tyrann Microsoft überhaupt noch vom Thron gestoßen werden? Wenn es überhaupt möglich sein sollte, dann jetzt. Die Chancen stehen auch nicht so schlecht für Linux seitdem Ubuntu Linux auch Nicht-Geeks näher bringen konnte. Das kommende Ubuntu 8.04 wird dieses mal sogar Long-Term-Support (LTS) besitzen, um so Institutionen und Firmen überzeugen zu können. Doch was macht Apple? Steve Jobs ist nicht dumm, hat er vielleicht doch noch ein Ass im Ärmel?

Für weitere Informationen und eine tiefer gehende Betrachtung, hier meine Quelle: World Domination 201. Das Paper erläutert nicht nur das ganze Phänomen näher, sondern nennt auch einige strategische Tipps wie Linux diesen Kampf gewinnen kann.

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Weisheitszähne ziehen lassen

Wednesday, October 10th, 2007 | Author: Jan Lachnit

Immer kühl und trotzdem Hände frei

Weisheitszähne ziehen lassen ist keine angenehme Sache. Man hört immer wieder Horror-Geschichten und schon allein der Gedanke, dass man vier im Grunde gesunde Zähne gezogen bekommt, ist nicht sehr motivierend. Diese Semesterferien war ich an der Reihe. Die Zähne müssen anscheinend raus, weil der Kiefer des modernen Menschen nicht genug Platz für sie bietet, dadurch kann es zu Entzündungen und Tinitus kommen. Fragt mich nicht wie. Jedenfalls lies ich mich von meinem Arzt überzeugen, auch wenn Luisa dem ganzen ziemlich kritisch gegenüber stand.
Weil ich im Internet kaum was an Tipps zu diesem Thema fand, habe ich mich entschlossen diese Lücke hiermit zu füllen, denn - um das mal vorweg zu nehmen - bei mir verlief das ganze problemlos und fast schmerzfrei.
Am stärksten haben wahrscheinlich zwei Faktoren Einfluss auf den Verlauf der Operation: Wie die Weisheitszähne gewachsen sind und wie weit oben sie bereits sind. Bei mir waren alle vier Zähne schon durchgebrochen und sichtbar, das war ein Vorteil und bis auf einen konnten sie relativ einfach gezogen werden.

Die Operation
Als erstes wird man betäubt. Das geschieht mit ein paar Spritzen ins Zahnfleisch und in den Gaumen. Da ich alle vier Zähne auf einmal ziehen lassen habe, waren es einige Spritzen, aber nur die in den Gaumen war etwas unangenehmer. Dann darf man warten bis alles taub ist. Ich konnte dann kaum noch schlucken und weil etwas von dem Mittel auf meine Zunge getropft ist auch nicht mehr reden. Ich hatte mir Musik mitgenommen und hielt während der OP selbst die Augen die meiste Zeit geschlossen. Ich hatte keine Schmerzen. Man spürt zwar, dass der Arzt ziemlich brutal an dem Zahn rüttelt und drückt und hört auch immer wiedermal ein übles Knirschen, aber das war es auch schon. Mein Arzt war ziemlich schnell und ich konnte eine halbe Stunde später schon wieder gehen. Nur ein Zahn war so gewachsen, dass er nicht einfach zu ziehen war. Also wurde er angesägt und ein Teil abgebrochen, bevor er ganz raus kam. Die Löcher, die davon übrig blieben, wurden nicht genäht, sondern es wurden Mullbinden-Streifen rein gestopft. Diese wurden mir dann eine Woche später wieder entfernt.

Tipps
Ich kann euch nur sagen wie ich es gemacht habe. Bitte beachtet eigene Allergien und fragt lieber nochmal euren Arzt, ob das auch OK ist, was ihr vorhabt. Ich übernehme keine Verantwortung dafür, falls es trotzdem oder gerade wegen meinen Empfehlungen zu Komplikationen kommt! Das sind alles nur Tipps, sie sind kein Ersatz dafür, sich selber zu informieren!

1. Wichtig ist Kühlen der Backen. Am besten sofort nach der OP, am besten auch während des Schlafens. Ich hab das mit der Hilfe meiner kleinen Konstruktion von oben gemacht und mir einfach zwei Kühlaggregate umgebunden. Um das Anschwellen der Backen weiter zu vermindern, habe ich abends eine Tablette Bromelain geschluckt. Damit sollte man aber aufpassen, weil die Dinger blutverdünnend wirken. (Also auf keinen Fall vor oder direkt nach der OP nehmen)!
2. Schmerzen bekämpft man am besten frühzeitig. Luisa hat mir dazu empfohlen schon 30 Minuten vor der OP Paracetamol zu nehmen, um die Bildung von Prostaglandinen zu verhindern, die für die Schmerzweiterleitung zum Gehirn benötigt werden. Achtung! Man darf kein Aspirin nehmen, da das blutverdünnend wirkt und auch an sich ungesünder ist als Paracetamol. Ich habe über den ersten Tag verteilt insgesamt vier Tabletten genommen. Am zweiten Tag nur noch 3, jeweils morgens, mittags und abends eine. Das von meinem Arzt verschriebene Schmerzmittel habe ich nicht gekauft, war auch nicht nötig (und ist gesünder).
3. Der Heilungsprozess sollte unterstützt werden. Zu diesem Zweck besorgte mir meine Mutter auf den Rat einer Homöopathin drei homöopathische Mittelchen: Symphytum, Arnica und Bryonia. Ich vermute mal ihnen habe ich zu verdanken, dass ich schon zwei Tage nach der Operation keine Beschwerden mehr hatte. Auch die habe ich schon vor der OP genommen. Das ist bei homöopathischen Mitteln sowieso unproblematisch, weil diese keine Nebenwirkungen haben und sich auch mit allen anderen Arzneien vertragen. Ich habe eine Woche lang dreimal am Tag jeweils zwei Kügelchen von jedem eingenommen. Dazu gab es noch Minztee mit Honig, der soll die Regeneration nämlich auch unterstützen.
4. Essen kann man erstmal nur noch ohne kauen. Vor der Operation also gut frühstücken. Nach der OP hatte ich erstmal keinen Hunger mehr… Am zweiten Tag gab es dann Babybrei für mich und abends Kartoffelbrei und Rührei. Auch für den dritten Tag sollte man sich vorsichtshalber irgendeinen Brei oder eine leckere Suppe besorgen. Ich konnte da dann schon wieder kauen, wenn auch nicht besonders schnell.

Ich denke wenn man all das beachtet, sich einen guten Arzt sucht und ein bisschen Glück hat, sollte das Weisheitszähne ziehen lassen kein Problem sein.

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Wie funktioniert Geld?

Thursday, August 16th, 2007 | Author: Jan Lachnit

Geld

Vor einiger Zeit habe ich eine kurze, aber interessante “Doku-Reihe” auf YouTube gefunden, die ich jedem nur empfehlen kann. In drei kurzen Teilen wird auf amüsante Weise anschaulich gemacht, wie das Geld-System im Groben funktioniert. Was soll ich noch mehr dazu sagen? Schauts euch an.

Teil 1 Teil 2 Teil 3

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Zigarettenwerbung

Thursday, June 21st, 2007 | Author: Jan Lachnit

Gestern ist mir etwas seltsames aufgefallen. So wie es aussieht werben momentan mehrere Zigarettenmarken mit einer neu designten Packung, die es allerdings nur eine begrenze Zeit geben wird. Zumindest Malboro und Lucky Strike haben nun eine neu gestylte Verpackung. Da könnte man doch meinen, wenn diese großen und erfahrenen Firmen zu solchen Tricks greifen, dann muss das doch etwas bewirken. Was mich zu zwei Fragen führt:

1. Wer zum Teufel kauft sich Zigaretten, weil die Packung gut aussieht?
2. Was für eine Modehure muss man dazu sein?

Ich kann mir schon vorstellen, dass das Aussehen einer Zigarettenpackung Auswirkung auf den Kauf hat. Je “cooler” die Verpackung aussieht, desto “cooler” kommt man sich wahrscheinlich beim Rauchen vor. Doch ein zeitlich begrenzt angebotenes Design kann doch nicht wirklich jemanden überzeugen? Wahrscheinlich muss man auch zwischen zwei verschiedenen Motiven unterscheiden. Wird mit dem neuen Design versucht Raucher anderer Sorten zum Testen zu überzeugen:
“Ohhhh! Was für eine schöne Packung. Viel hübscher, als das was ich gerade rauche. Vielleicht sollte ich die mal versuchen…”
Oder aber wird versucht Nichtraucher mit der neu gestylten Erscheinung zum Rauchen zu bewegen?
“Hast du die neue Malboro Verpackung gesehen? Die passt soooo gut zu meiner Handtasche, ich hab sofort angefangen zu rauchen…”
Ich vermute ja, dass die Werbeleute einfach irgend einen Grund gesucht haben um neue Plakate aufhängen zu können. Direkte Werbung überzeugt vermutlich niemanden mehr vom Rauchen, das erledigen Filme und der Freundeskreis schon. Die Plakate hängen nur noch um die Menschen, die gerade versuchen aufzuhören, an die Freuden(?) des rauchens zu erinnern.
Naja wie dem auch sei, wer sich tatsächlich von so billigen Werbemethoden beeinflussen lässt, der hat wohl sowieso größere Probleme als Lungenkrebs.

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