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Revolution

Monday, January 21st, 2008 | Author: Luisa Federwisch

Was haben Martin Luther King, John Lennon, Rudi Dutschke, John F. Kennedy und Gandhi gemeinsam?

Sie wollten die Welt verändern.
Sie wurden erschossen oder starben an den Folgen eines Attentats.

Heute, am dritten Montag im Januar, wurde in den USA der “Martin Luther King Day” gefeiert. Diese Information und die Tatsache, dass 2008 genau 40 Jahre nach ‘68 ist, inspirierten mich zu einer Reihe von Posts über außergewöhnliche Menschen, die mit ihren revolutionären Gedanken viele Menschen begeisterten. Diese Posts sollen in den nächsten Wochen Monaten folgen. Zur Einstimmung gibt es aber schonmal ein schönes Video :D

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Viroide und Prionen

Sunday, January 20th, 2008 | Author: Luisa Federwisch

der Bakteriophage T4

Viroide? Prionen? Außerirdische?! Sind sie bereits unter uns?

Ja! Und das wohl schon seit Jahrtausenden oder gar Jahrmillionen? Wer weiß… Auch wenn die Namen sehr nach Science Fiction klingen, handelt es sich bei Viroiden und Prionen um etwas Natürliches: Es sind sehr kleine infektiöse Partikel, die noch einfacher gebaut sind als Viren. Doch was sind überhaupt Viren?
Jeder kennt sie und weiß, dass sie Krankheiten auslösen, so wie Grippeviren, Herpesviren oder HIV. Doch das ist längst nicht alles. Das Spektrum reicht von einfachen Erkältungen, über die bekannten Kinderkrankheiten wie Masern und Windpocken, bis zu verschiedenen Arten von Fieber und Hirnentzündungen, Hepatitis, Tollwut, AIDS und Ebola. Und sie können noch mehr! Nur ein kleiner Teil der Viren ist humanpathogen, es gibt daneben noch haufenweise Viren, die Tiere, Pflanzen oder Bakterien infizieren. Man könnte nun meinen, Viren müssten extrem komplex sein - weit gefehlt! Im Prinzip bestehen sie nur aus einer Nukleinsäure (DNA oder RNA) und einer Proteinhülle. Gut, sie können noch ein paar andere Strukturen (hauptsächlich aus Proteinen) haben, die z.B. der Anheftung an Wirtszellen und zur Infektion dienen. Aber das ist von Virus zu Virus unterschiedlich und auch nicht so wichtig. Viren sind praktisch nur Erbgut in einer Proteinhülle.

Das Erstaunlichste an ihnen, wenn man bedenkt, wozu sie in der Lage sind, ist, dass sie nicht leben. Viren sind keine Lebewesen, sondern nur infektiöse Partikel. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel, was ein Merkmal des Lebens ist, und sie können sich nur in lebenden Wirtszellen vermehren. Dazu nutzen sie den Syntheseapparat der Wirtszellen, den sie komplett auf ihre Vermehrung umstellen. Sie bauen ihr Erbgut in die DNA der Wirtszelle ein, lassen es vermehren und ihre Proteine synthetisieren, daraus werden dann neue Viruspartikel zusammengesetzt und diese verlassen die Zelle. Meist wird die Wirtszelle dabei zerstört. Manche Viren können auch eine Zeit lang als “Provirus” in die Wirts-DNA eingebaut bleiben, und vermehren sich erst auf einen bestimmten Reiz hin (z.B. UV-Strahlung). Während der Zeit als Provirus lebt die Wirtszelle normal weiter und kann sich teilen, wobei das Provirus auf beide Tochterzellen übergeht. Außerhalb von Zellen können Viren, da sie nicht leben, natürlich nichts tun als darauf zu warten, dass sie auf eine Zelle treffen, die sie infizieren können.

Noch krasser als Viren sind Viroide und Prionen. Viroide bestehen nur aus nackter DNA, sie besitzen nicht mal eine Proteinhülle. Und trotzdem können sie Krankheiten auslösen, zumindest bei Pflanzen (u.a. Kartoffeln und Tomaten). Bei Tieren wurden bisher noch keine Viroide entdeckt. Prionen sind infektiöse Proteinformen, die sich einfach durch Gestaltumwandlung aus normalen zellulären Proteinen bilden können. Diese falten sich spontan zu einer pathogenen Form um. Prionen können aber auch aufgenommen werden und vermehren sich dann, indem sie normale Proteine bei Kontakt umwandeln. Beispiele für Prionen-Erkrankungen sind die Scrapie-Krankheit bei Schafen, BSE und die Creutzfeld-Jakob-Krankheit beim Menschen. In allen drei Fällen sind die krankmachenden Proteine im Gehirn zu finden. Die erste “Prionhypothese” wurde übrigens 1982 aufgestellt, daher ist auf diesem Gebiet vieles noch ungeklärt.

Was ich mich gerade frage: Wie sind Viren, Viroide und Prionen wohl zum ersten Mal entstanden? Wie konnte sich diese Vielfalt an Viren entwickeln? Und wie können sie so erfolgreich sein, dass der Mensch sie nicht unter Kontrolle bekommt (bestes Beispiel: HIV)?

Aber hey! Wir haben ja auch mehr Bakterien an uns als unser Körper Zellen hat. Auf ca. 1014 menschliche Zellen kommen etwa 1015 Bakterien allein im Darmtrakt. Das sind bis zu 1,5kg! Und alle jene, die sich auf unserer Haut und auf unseren Zähnen tummeln, sind da nicht mal dabei. ;)

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Eine nette Story, die dann doch keine war

Thursday, January 17th, 2008 | Author: Luisa Federwisch

1959 brauchte das US-Militär
6 Monate und 1,5 Millionen Dollar
um einen Kugelschreiber zu entwickeln,
der auch in der Schwerelosigkeit schreibt.

Die Russen benutzten einfach das hier:
Bleistift

Immerhin gibt es durch dieses Projekt nun den “Fisher Space Pen“. Dank an die NASA. Der funktioniert übrigens mit Gasdruck, während normale Kugelschreiber, Füller und Filzstifte nur schreiben, weil durch die Erdanziehung die Tinte in der Patrone nach unten gezogen wird.

Ich hatte das vor ein paar Tagen an der Uni gelesen, und man findet diese Information auch so im Internet. Da hier auf mind-funk.de aber nichts unüberprüft bleibt, musste ich feststellen, dass diese schöne Geschichte leider nicht ganz stimmt. Auf Wikipedia fand ich unter “Kugelschreiber” folgende Information:

Als eine moderne Sage gilt, dass die NASA für eine Million Dollar einen speziellen Kugelschreiber entwickeln ließ, der auch im Weltall unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit zuverlässig funktioniert, während die Sowjetunion der Einfachheit halber einen Bleistift benutzte.
Vielmehr entwickelte der Amerikaner Paul Fisher bereits 1965 den Fisher
Space Pen, jedoch ohne den Auftrag der NASA. Fishers Kugelschreibermine besteht bis auf die Tinte komplett aus Metall und hält problemlos Temperaturen bis 120 °C aus, ohne Schaden zu nehmen. Die Mine in handelsüblicher Größe ist als ein versiegelter Druckbehälter ausgeführt, in dessen Innern ein kleiner Metallzylinder auf die Spezialtinte drückt, die auch auf glatten Oberflächen – wie Plastik oder Glas – und mit nach oben gerichteter Schreibspitze (selbst unter Wasser) schreiben kann. Sogar bei -45 °C und einem Luftdruck wie in ca. 4000 m Höhe ist die Mine noch schreibfähig.
Die NASA befand den Stift für tauglich und setzt ihn seit 1968 bei jeder bemannten Mission in den Weltraum ein. Sie kaufte zunächst 400 Stifte und zahlte für jeden einzelnen einen Preis von 2,95 US-Dollar. Die Entwicklungskosten trug Fisher alleine. In den Souvenir-Shops der NASA wird dieser Stift mit entsprechendem Logo-Aufdruck gern als Mitbringsel erstanden.

Inwiefern Wikipedia hunderprozentig glaubwürdig ist, kann man zwar auch in Frage stellen, doch es scheint mir in diesem Fall die objektivste Quelle. So haben wir wieder mal ein großes Missverständnis aufgeklärt. Hier noch ein paar Infos zum guten alten Bleistift und ein bisschen Musik. :)

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Effizient in der Klausurenzeit

Monday, January 14th, 2008 | Author: Jan Lachnit





Vielleicht geht es euch gerade ähnlich: Die Klausuren stehen an und ich bin wiedermal ein bisschen hinterher mit dem Lernen. Nicht, dass ich das nicht erwartet und mehr oder weniger bewusst eingeplant hätte, aber wenn es erstmal losgeht mit dem Lernstress, dann sieht alles doch knapper aus, als man es sich vorher vorgestellt hatte. Da die Zeit knapp ist, muss ich besonders effizient arbeiten. Doch das ist gar nicht so einfach. Selbst wenn ich mir (nachher) einen guten Lernplan gebastelt habe, heißt das nicht, dass ich optimale Effektivität erreichen kann. Darum werde ich dieses Mal zusätzlich noch auf folgende fünf Punkte achten:

1. Ernährung
Um meinen Körper und damit mein Gehirn möglichst effizient zu halten, werde ich besonderen Wert auf ausgewogene und regelmäßige Mahlzeiten legen. Das heißt im Endeffekt: Vollkornbrot, Käse, Orangensaft (Direktsaft, diese Konzentratscheiße kommt mir nicht ins Haus), Bananen, Zwiebeln und Knoblauch. Das muss reichen. Selbstverständlich gebe ich mich nicht mit zugesetzten Vitaminen oder gar Vitamintabletten zufrieden. Dass die nicht so gut sind wie ihre natürlich gebildeten Gegenstücke, habe ich mir ja immer schon gedacht. Vor kurzem habe ich sogar von einer Studie gehört, die belegt, dass Vitamintabletten etc. nicht nur zum großen Teil wirkungslos, sondern teilweise sogar schädlich sind.

2. Sport
Ich werde weiterhin regelmäßig ins Aikido-Training gehen und kann auch jedem anderen empfehlen, sich während der Klausurenzeit sportlich zu betätigen. Bewegung ist nicht nur wichtig als Ausgleich zum Lernen, sondern sorgt zudem noch dafür, dass auch das Blut weiterhin schön in unserem Körper zirkuliert und unser Gehirn möglichst gut mit Sauerstoff versorgt.

3. Schlaf
Ich war noch nie der Typ, der bis nachts um 3 lernt, aber dieses Mal werde ich zudem noch darauf achten, dass ich jeden Tag auch genug Schlaf bekomme. 8 Stunden sind absolutes Minimum. Ich denke da eher an 10 Stunden. Viele sehen Schlaf irgendwie als verschwendete Zeit, aber ich glaube, die paar Stunden, die man im Bett länger verbringt, zahlen sich nachher durch die erhöhte Effizienz eines ausgeschlafenen Gehirns aus. Fakt ist, wer nicht genug schläft, dem fehlt Konzentration und das ist das Schlimmste, das einem passieren kann, wenn man lernen möchte.

4. Schokolade
Um trotz des ganzen Stresses motiviert zu bleiben, werde ich mich mit Schokolade dopen. Ich hab zwar gehört, dass Schokolade anscheinend doch keine Glücksgefühle auslösen soll, aber ich mag sie trotzdem. Schokolade kann man nicht nur gut als Belohnung für einen erfolgreichen Tag nehmen, sondern auch für einen kleinen, kurzzeitigen Zucker-Energieschub nutzen.

5. Stress
Stressig wird es so oder so, daran kann ich jetzt nichts mehr ändern, also muss ich sehen, wie ich mit dem Stress umgehen werde. Ungeschickterweise fällt Sex zur Stressbekämpfung flach (misslungener Wortwitz) :( . Dann werde ich es eben mit Meditation versuchen. Das lindert nicht nur den Stress, sondern steigert auch die Konzentration. Hoffentlich muss ich nicht die ganze Zeit an Sex denken…

Tja, ich hoffe, ich habe neben all dem noch Zeit zum Lernen. :D Zeit für weitere mindfunk-Posts habe ich allerdings erstmal nicht mehr. Aber nicht verzagen, Luisa ist ja auch noch da und die hat dieses Semester ein wenig mehr Zeit. Einen Post hat sie mir schon versprochen und ich bin gespannt, denn es geht diesmal um etwas ganz anderes…
Naja wie dem auch sei, ich wünsch euch viel Spaß beim Lernen und hoffe, wir bekommen auch alle das, was wir verdienen, wenn nicht sogar was besseres ;)

Category: random jazz | 2 Comments