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Die Welt im Wandel

Monday, September 24th, 2007 | Author: Luisa Federwisch

McCarty Gletscher in Alaska

Wie mittlerweile wohl jeder mitbekommen haben dürfte, diskutiert alle Welt über den Klimawandel. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man immer noch daran zweifeln kann, dass der Klimawandel, in der Form, wie wir ihn jetzt haben, durch den Menschen verursacht worden ist. Es gibt genug wissenschaftliche Studien und Berichte, wie den IPCC-Bericht, die das belegen. Schon seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen davor, doch bisher hat sich nicht soviel getan, wie nötig wäre. Und im Moment sieht es nicht so aus, als ob sich da bald etwas bewegen würde.
Bis auf die Gletscher und Polkappen. Die schmelzen schon seit Jahren vor sich hin. Die Permafrostgrenze der Gletscher verschiebt sich immer weiter nach oben. Dadurch kommt es vermehrt zu Erdrutschen und Überschwemmungen. Der Triftgletscher im Berner Oberland in der Schweiz schrumpfte 2005 um ganze 216 Meter. Kleinere Alpengletscher werden wohl bis 2050 verschwunden sein. Wissenschaftler rechnen sogar mit dem fast vollständigen Abschmelzen aller Alpengletscher noch in diesem Jahrhundert. Das wird zu Trinkwasserknappheit und Verkarstung führen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie die Alpen dann aussehen…
Genauso schmelzen aber auch die Polkappen. Dadurch könnte nicht nur der Meeresspiegel weltweit um sieben Meter oder mehr ansteigen, sondern wir würden auch einzigartige Lebensräume verlieren. Laut WWF könnte der Eisbär bis 2050 in freier Natur ausgestorben sein. Bis 2050 – das heißt, noch während wir leben! Der WWF beruft sich dabei auf eine Anfang September 2007 veröffentlichte Studie des US Geological Survey, und bezeichnet diese sogar als zu vorsichtig. Auch in dem Bericht selbst heißt es: „Selbst das beste Modell, das genutzt werden kann, dürfte den wirklichen Rückgang des Eises in der Arktis unterschätzen.“
Derzeit gibt es noch ca. 20.000 bis 25.000 freilebende Eisbären. Das Eis ist für sie lebenswichtig, da sie dort auf Robbenjagd gehen. An Land oder im Wasser machen sie selten Beute. Eisbären sind zwar gute Schwimmer und können weite Strecken zurücklegen, doch in den letzten Monaten wurden ertrunkene Tiere gefunden, die völlig entkräftet starben, weil sie keine Eisschollen mehr fanden.
Während die Welt noch darüber diskutiert, was gegen den Klimawandel zu tun ist, geht es unaufhaltsam weiter. Die deutsche Bundesregierung beschließt Maßnahmen, die 10 Jahre zu spät kommen. Während sie am 23. und 24.09.07 in Meseberg bei Berlin ihre Kabinettsklausur abhielten, waren Jan und ich dort, um zu protestieren. Davon berichten wir euch hoffentlich bald…
Wer sich bis dahin etwas mehr über den Klimawandel informieren will und vor allem darüber, was jeder selbst tun kann, dem empfehle ich folgende Seite: Du hast nur eine Erde

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Der Schwarm: Rise of the slime

Wednesday, September 05th, 2007 | Author: Jan Lachnit

Heute hat Luisa mir einen erschreckenden Bericht über die Zustände, die derzeit weltweit in den Meeren herrschen, geschickt. Momentan ist sie in Hamburg im Greenpeace Büro und macht dort im Rahmen ihres Studiums ein zunächst einmonatiges Praktikum. Dadurch kommt sie an allerhand interessante Informationen, von denen die interessantesten (hoffentlich) hier nochmal gesammelt werden.
Dieser Text erinnerte sie stark an das Buch “Der Schwarm” von Frank Schätzing und sie hat recht. Es geht also nicht um Walfang oder ähnliche Bedrohungen der Meere, sondern einen bislang noch relativ unbekannten, aber ziemlich beunruhigenden Prozess. Im Meer scheint eine umgekehrte Evolution statt zu finden, die Einzeller und primitiven Organismen der Urzeiten erobern dank dem Überangebot von Nahrungsmitteln, durch die Verschmutzung der Meere, den Meeresboden zurück.

Hier ist der Text: Rise of the Slime, von Kenneth Weiss

Category: mind funk | 2 Comments